Monat: Mai 2013

Orgasmus als Kunst

stoya

Sexy oder schamloser Voyeurismus? Clayton Cubitt hat für sein Projekt Hysterical Literature Frauen vor einer schwarzen Leinwand gefilmt. Sie lesen scheinbar ungezwungen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Doch vom Zuschauer ungesehen versucht eine zweite Person unter dem Tisch, die Frauen mit Hilfe eines Vibrators zum Orgasmus zu bringen. Gebannt kann man zusehen, wie es den Frauen immer schwerer fällt sich zu konzentrieren, bevor sie schließlich komplett die Kontrolle verlieren. Als Zuschauer ist man Zeuge einer sehr intimen Situationen, die anregend, sexy und witzig ist. Stoya, eine der Partizipierenden, sagte zu ihren Erfahrungen:

Sexually speaking I really enjoy things that I can’t predict and things that are new to me. This attempting-to-read-aloud-and-maintain-composure while being sexually stimulated game is new. The video camera adds a dash of exhibitionism which I always appreciate. Most interesting, though, is the Hitachi that my vagina is about to be making very good friends with for the first time.

When I tell Clayton’s lovely assistant for the evening that I’ve never experienced the Hitachi, her eyes light up. I’ve obviously gotten myself into the most fun kind of trouble. Lights get set and everyone assumes their positions. My underwear lays on the floor out of frame. As I start reading, my disbelief is suspended. I forget what is about to happen. The first touch on my thigh sends all available blood to my vulva. I continue to enunciate properly, focusing on the text. I’ve broken a sweat. If this goes on for much longer my hair will be plastered to my head with perspiration as though I’ve been working out or engaging in acrobatic man/woman penetrative fucking. I stumble over a word, my concentration breaks as I go back to pronounce it correctly. Neither the Hitachi or the woman wielding it will be denied, but in the interests of art (and because this feels so beautifully filthy I don’t want it to stop yet) I hold out as long as I can. This section of the world that I’m inhabiting slows down, zooms in. Like a stretched rubber band it suddenly contracts, and I am lovingly punched with an orgasm.

Wer die youtube-links nicht öffnen kann, versuche bitte diesen. Fernsehen unter Tage!

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Blu in Berlin [03m50sec/2008]

Sicher haben viele das Bild schon einmal in Berlin-Kreuzberg gesehen. Es wurde vom italienischen Street Art Künstler Blu gestaltet. In Berlin gestaltete er mehrere Hausfassaden neu, die meisten davon in Kreuzberg. Bekannt wurde seine Arbeit auch durch die Stop-Motion-Filme, in denen er die Gestaltung von Wänden kontinuierlich fotografiert und zu einem Film zusammenstellt. Ein Beispiel dafür ist Muto. Fernsehen unter Tage!

Painting Reality

Der Rosenthaler Platz in Berlin im April 2010. 500 Liter Farbe verwandeln die sonst schwarzen mit weiß abmarkierten Straßen in einen Haufen bunter Linien. Ob es sich dabei um Guerilla Marketing eines Unternehmens oder tatsächlich um Street Art handelt, darüber wurde bis zuletzt gestritten. Ein einziger Hinweis der Macher kam zur Farbe, die sei  „wasserlöslich, schadstoffrei, biologisch abbaubar“. Einen Tag später wusch der Regen denn auch alles wieder weg. Fernsehen unter Tage!

Russenkälte

Zugegeben es ist in vielen Teilen Russlands im Moment deutlich zu warm für Rollkragenpullover und auch in Deutschland freut man sich über zunehmende Temperaturen. Aber denken wir doch einfach noch einmal mit Schrecken an den viel zu kalten Winter zurück. Fernsehen unter Tage!